Deutsche Rentenversicherung

Was leistet das Osteoporsezentrum Oberfranken?

Hier finden Sie unser Leistungsangebot

Gesund älter werden

In Deutschland ist die Osteoporose immer noch eine unterschätzte, unterdiagnostizierte und untertherapierte Krankheit: von ca. 7 Millionen Osteoporosepatienten werden schätzungsweise nur 1,5 Millionen als solche diagnostiziert und 1,2 Millionen entsprechend behandelt.

Dies zu ändern war für uns Anlass, das Osteoporosezentrum Oberfranken zu gründen, das in die Klinik Franken integriert ist. Die Klinik Franken und die Klinik Auental bilden das Rehabilitationszentrum Bad Steben der Deutschen Rentenversicherung Bund. Das Osteoporosezentrum steht unter orthopädischer Leitung von Dr. Bertram Geigner. Dr. Bertram Geigner ist Orthopäde und Unfallchirurg, Rheumatologe und Osteologe des Dachverbandes für Osteologie. Ferner sind integriert in das Osteoporosezentrum die Fachrichtungen Orthopädie, Schmerztherapie.

Besonderheiten unseres Osteoporosezentrums:

  • Fachärztliche Leitung mit der Spezifikation „Osteologie“ und "Rheumatologie"
  • Interdisziplinäre Versorgung in Hinblick auf Diagnostik, Therapie und Nachsorge
  • Alle diagnostischen, therapeutischen, präventiven, rehabilitativen als auch Komponenten der Nachsorge im Zentrum
  • Verbesserung der Versorgungsstrukturen der regionalen Bevölkerung (z.B. durch Gründung einer Osteoporose-Selbsthilfegruppe, Osteoporose-Gymnastik)
  • Osteoporose-Tage
  • Offene Patientenseminare
  • Verbesserung der Informationsstruktur auf ärztlicher Ebene (z.B. regionale Qualitätszirkel, ärztliche Fachvorträge der Region)

Unsere Ziele

  • Rechtzeitige Diagnose bei Osteoporose
  • Leitliniengerechte Therapie (DVO)
  • Erkennen von anderen osteologischen Erkrankungen – Differentialdiagnostik
  • Vermeidung von Zweitfrakturen bei manifester Osteoporose
  • Aufklärung und Sensitivierung in der Bevölkerung zum Thema Osteoporose
  • Trainings- und Ernährungsberatung
  • Reintegration der Patienten in das Alltags- und Erwerbsleben

Somit stehen die Diagnostik, die Therapie (Prävention und Rehabilitation) und die Nachsorge im Mittelpunkt. Damit uns dies gelingt, steht uns ein speziell ausgebildetes Team und vorhandene diagnostische/therapeutische Strukturen zur Verfügung.

Unser Leistungsangebot

Das Osteoporosezentrum Oberfranken hat sich die Hauptaufgabe gestellt, vor allem in der Prävention und Rehabilitation für Sie zu arbeiten.
Unser primäres Ziel ist Sie in dem Vorhaben zu unterstützen, was Sie selbst tun können das sich keine Osteoporose entwickelt. Bei bestehender Osteoporose helfen wir Ihnen, verloren gegangene Funktionen, die Mobilität, Lebensqualität, Arbeits- und Alltagsleben reduzieren wieder herzustellen.
Wir sehen uns auch als Bindeglied zwischen dem akut stationären Bereich (Krankenhaus) und akut ambulanten Bereich (niedergelassene Kollegen). Hier können wir unsere Hilfe anbieten, bei schwierigen osteologischen Problematiken, aber auch in der Nachsorge der Osteoporose-Patienten.

Diagnostik

Unsere diagnostischen Leistungen im Überblick:

  • Spezifische Anamnese und körperliche Untersuchung durch Facharzt (Orthopäde, Osteologe)
  • Testdurchführung zur Bestimmung von Muskelkraft und Koordination (Timed-up-and-go-Test, Chair-rising-Test und Rückenstraße)
  • Knochendichtemessung - Osteodensitometrie

    Bestimmung der Knochendichte an der Gesamt-Lendenwirbelsäule L1 - L4 und prox. Femur (beidseits)

  • Labor
    Blutuntersuchung, ggf. Urinuntersuchung
  • Röntgen
    Zur Frakturabklärung und Erkennung von Knochenveränderungen Röntgenaufnahmen der Brutwirbelsäule und Lendenwirbelsäule in zwei Ebenen

Prävention

Primärprävention muss dafür sorgen, dass sich Krankheit oder Behinderung erst gar nicht entwickeln. Grundlagen sind gesunde Ernährung, Bewegungstherapie und Verhaltensprävention.


Therapie

Die Therapie bei festgestellter Osteoporose mit oder ohne stattgehabtem Knochenbruch wird sowohl im Rahmen von Information, Edukation als auch aktiven Therapiemaßnahmen und medikamentöser Behandlung durchgeführt. Die Grundsäulen der Therapie sind:

Nicht medikamentöse Therapie

  • Gesundheitstraining
  • Bewegungstherapie
  • Medizinische Trainingstherapie
  • Physiotherapie
  • Physikalische Therapie
  • Vibrationstraining
  • Ergotherapie
  • Schmerztherapie
  • Hilfsmittelversorgung
  • Ernährungstherapie
  • Sozial/psychologische Betreuung
  • Sturzprophylaxe
  • Bildung einer Osteoporose-Selbsthilfegruppe und deren Organisation (Akte Osteoporose)


Medikamentöse Therapie

Oberstes Ziel ist die leitliniengerechte Versorgung hinsichtlich der bedarfsgerechten medikamentösen Therapie. Hier liegen Leitlinien nach DVO-Vorgaben vor.


Rehabilitation

Zur Rehabilitation kommen vorwiegend Patienten im Rahmen der medizinischen Rehabilitation durch die Kostenträger Deutsche Rentenversicherung Bund, Deutsche Rentenversicherung Regional sowie der Krankenkassen. Ebenfalls zur Rehabilitation kommen Patienten im Rahmen der Anschlussheilbehandlung nach Frakturen im Bereich der Wirbelsäule sowie des proximalen Femurs.
Besonders wichtig ist, nicht nur die Integration in das Alltags bzw. Arbeitsleben, sondern auch das Erkennen der Ursachen für die Fraktur. Bei Vorliegen von entsprechenden Risikofaktoren als auch bei einer positiven Osteoporose-Diagnostik ist eine spezifische Osteoporose-Therapie einzuleiten, die auch eine entsprechende medikamentöse Therapie beinhaltet und in die Nachsorge übergeleitet werden muss.
Ziel der Rehabilitation muss es deswegen sein, unter Einsatz der entsprechenden bereits geschilderten Therapien, dem Patienten das Leben in seinem sozialen Umfeld wieder zu ermöglichen, Arbeitsunfähigkeit auf längere Sicht zu vermeiden und ihn in den Arbeitsalltag wieder zu reintegrieren.
Alle erforderlichen Maßnahmen hierzu sind zu ergreifen, wenn notwendig die Verordnung von Orthesen (Stabilisierungshilfen), die Einleitung einer entsprechenden Schmerztherapie und vor allem im Rahmen der Sekundärprophylaxe, die Verhinderung von weiteren Frakturen.
Der Patient muss überzeugt werden, dass zum Erreichen eines probaten Ergebnisses hier nicht nur die Notwendigkeit der medikamentösen Therapie im Vordergrund steht, sondern von adäquater Bedeutung sind die Vermeidung von Risikofaktoren, Achten auf entsprechende Ernährung sowie die Bedeutung der aktiven körperlichen Bewegung, auch Sturzprophylaxe, um ein Fortschreiten der Osteoporose zu verhindern – und somit Folgefrakturen.
Ob die medizinische Rehabilitation stationär oder ganztägig ambulant durchgeführt wird, hängt von der Erreichbarkeit der Rehabilitationseinrichtung durch den Patienten ab, sowie von den zusätzlichen Faktoren (z.B. Abstand von Arbeits- und Privatleben) und muss mit dem Patienten vor Antritt der Rehabilitation geklärt werden.

Nachsorge

Die Nachsorge in unserem Osteoporosezentrum geht über das Herstellen von Kontakten zu Selbsthilfegruppen und weiterführenden Gespräche mit Angehörigen hinaus. Wir bieten zusätzlich eine kontinuierliche Begleitung durch das Zentrum über die Zeit des Aufenthalts hinaus.
Der Aufbau einer Selbsthilfegruppe, bzw. die Durchführung von Osteoporosegymnastik, Medizinische Trainingstherapie und Training im Bewegungsbad im Rehasportverein Bad Steben war die Folge unserer systematischen Arbeit.

Zusatzinformationen

Anschrift

Reha-Zentrum Bad Steben | Klinik Franken

Berliner Straße 18 | 95138 Bad Steben
Tel. 09288 - 958 0 | Fax 09288 - 958 359

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